Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen bei Zulieferunternehmen von GAP und H&M

Im Zusammenhang mit Berichten zu Verstößen gegen Arbeits- und Menschenrechte in der Zulieferkette der Textilhandelsunternehmen GAP und H&M hat sich die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG aus Wien an CRIC gewendet. Ziel war es, Mitstreiter für Engagement-Aktivitäten mit den beiden Unternehmen zu gewinnen, damit diese ihre Bemühungen zur Vermeidung derartiger Missstände intensivieren.

Die Organisation Global Labour Justice hatte im Mai 2018 zusammen mit anderen Akteuren einen Bericht über die Arbeitsbedingungen in Textil-Zulieferfabriken in Bangladesch, Kambodscha, Indonesien, Indien und Sri Lanka veröffentlicht. Hier wurden verbreitete geschlechtsspezifische Gewalt, Einschränkungen der Vereinigungsfreiheit und insgesamt schlechte Arbeitsbedingungen festgestellt. Das Bankhaus Schelhammer&Schattera AG hat hierzu eine Sachverhaltsdarstellung erstellt und ein Muster für ein Schreiben an GAP und H&M zur Weiterverwendung entworfen, das den CRIC-Mitgliedern zur Verfügung gestellt wurde.

CRIC unterstützt gerne das gemeinschaftliche Engagement seiner Mitglieder: Die wichtigsten Vorteile liegen einerseits in der Aussicht auf bessere Wirkung und andererseits in der Unterstützung der CRIC-Mitglieder bei ihren Bemühungen, Unternehmen zu mehr Verantwortung und Nachhaltigkeit aufzufordern. Die Durchführung solcher Engagement-Aktivitäten ist arbeitsintensiv: Sachverhalte müssen recherchiert und Anschreiben verfasst werden. Darüber hinaus muss man den angesprochenen Unternehmen auch als Dialogpartner zur Verfügung stehen und bereit sein, einen längerfristigen Dialog zu führen. All dies lässt sich über gemeinschaftliche Engagement-Aktivitäten vereinfachen.

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