UN-Bericht: Bodenzerstörung unterwandert die Lebensgrundlagen von zwei Fünfteln der Menschheit

Der zunehmende Raubbau an Boden und die schlechter werdende Qualität desselben gefährdet das Wohlergehen von mindestens 3,2 Milliarden Menschen, führt zu einem Verlust an Biodiversität und verstärkt den Klimawandel. Dies ist das Fazit eines Ende März veröffentlichten Berichts der UN-Organisation Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES). Es handelt sich um die erste weltweite Erhebung zu diesem Thema. 

Die Publikation, die auf drei Jahre währenden Arbeiten von mehr als 100 führenden Fachleuten aus 45 Ländern basiert, enthält einen Katalog politischer Maßnahmen, um Boden und Land wiederherzustellen. Laut dem Bericht hat der Raubbau an Land und Boden 2010 zehn Prozent des jährlichen Bruttosozialprodukts der Welt in Form des Verlusts an Artenvielfalt und Ökosystemleistungen gekostet. Explizit wird in dem Bericht auch auf die sozialen Wirkungen des Verlusts an Bodenqualität, etwa Massenmigration und verstärkte Konflikte, verwiesen.

Der rasche Ausbau und die nicht nachhaltige Bewirtschaftung von Acker- und Weideland ist dem Bericht zufolge der weltweit größte direkte Treiber der Bodendegradation und verursacht einen erheblichen Verlust an Biodiversität und Ökosystemleistungen – Ernährungssicherheit, Wasserreinigung, Bereitstellung von Energie und anderen für die Menschen wichtigen Beiträgen der Natur. Dies hat in vielen Teilen der Welt "kritische" Werte erreicht, heißt es in dem Bericht.

Weitere Informationen: Worsening Worldwide Land Degradation Now ‘Critical’, Undermining Well-Being of 3.2 Billion People 

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