Aktuelle Engagement-Fälle

Die große Mehrheit der DAX-Unternehmen nimmt gegenüber Fragen des verantwortlichen Investierens eine abwartende Haltung ein. Nach Rechercheergebnissen von CRIC berücksichtigen gerade eine Handvoll der 30 umsatzstärksten deutschen börsennotierten Gesellschaften bei der Anlage ihrer Rücklagen für die betriebliche Altersversorgung oder andere Zwecke soziale, ökologische und die Unternehmensführung betreffende Kriterien. 

Im Zusammenhang mit Berichten zu Verstößen gegen Arbeits- und Menschenrechte in der Zulieferkette der Textilhandelsunternehmen GAP und H&M hat sich die Bankhaus Schelhammer & Schattera AG aus Wien an CRIC gewendet. Ziel war es, Mitstreiter für Engagement-Aktivitäten mit den beiden Unternehmen zu gewinnen, damit diese ihre Bemühungen zur Vermeidung derartiger Missstände intensivieren.

CRIC macht gerne auf die eigenständigen Engagement-Aktivitäten seiner Mitglieder aufmerksam, hilft dabei, Vernetzungen herzustellen, Abläufe und Prozesse zu organisieren und Ergebnisse zu sammeln bzw. zu dokumentieren. Auch kürzlich konnte CRIC hier seine Unterstützung anbieten und jeweils Telefonkonferenzen zu dem Fall einer Kupfer-Gold-Mine in Bougainville in Papua-Neuguinea und einem Erfolgsbeispiel der Stimmrechtsausübung organisieren.

2014 hatte sich CRIC an alle im DAX gelisteten Unternehmen mit der Frage gewendet, ob und inwiefern diese bei der Anlage ihrer Finanzmittel soziale und ökologische Aspekte berücksichtigen. Damals hatte sich gezeigt, dass es zwar einzelne Pioniere gibt und teilweise auch Interesse am Thema besteht, aber insgesamt noch viel Potenzial brach zu liegen scheint, das im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung genutzt werden könnte. 

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