Statement: Investoren für verpflichtende menschenrechtliche Sorgfaltspflichten

In einer von der Investor Alliance for Human Rights koordinierten Stellungnahme fordern über 100 Investoren mit einem Vermögen von mittlerweile mehr als fünf Billionen US-Dollar Regierungen dazu auf, gesetzliche Regelungen für verbindliche menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen einzuführen. Auch im deutschsprachigen Raum und auf EU-Ebene wird das Thema derzeit diskutiert.

Das Statement trägt den Titel The Investor Case for Mandatory Human Rights Due Diligence und bezieht sich auch auf Beispiele aus Ländern wie Frankreich, Großbritannien oder Australien, wo es ähnliche Regulierungen bereits gibt, und andere, die derzeit erwägen, hier gesetzgeberisch einzugreifen. In dem Dokument werden daher auch mit Blick auf diese Entwicklung die Argumente Einheitlichkeit und Effizienz angeführt. 

Die Investoren schreiben außerdem, verpflichtende menschenrechtliche Sorgfaltspflichten für Unternehmen seien für diese selbst wie auch die Wirtschaft und Investoren von Vorteil. Für letztere werden verpflichtende menschenrechtliche Sorgfaltspflichten als wesentliches Element dafür angesehen, der eigenen Verantwortung für die Achtung der Menschenrechte entsprechen zu können. 

Auch CRIC befürwortet die Einführung eines Lieferkettengesetzes in Deutschland und hat sich hierfür jüngst in seiner Stellungnahme zum Zwischenbericht des Sustainable Finance-Beirats der Bundesregierung ausgesprochen. Die EU hat kürzlich eine Study on due diligence requirements through the supply chain veröffentlicht, die auch im Zusammenhang mit dem EU-Aktionsplan Sustainable Finance steht. 

Wer das Statement unterzeichnen möchte, findet hier (nach unten scrollen) weitere Informationen oder kann direkt diesen Link nutzen. 

Weitere Informationen:

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