Bis zum 16. Juli 2020: Bewerbungen für die Platform on sustainable finance

Die Taxonomie-Verordnung sieht eine „Platform on Sustainable Finance“ vor. Diese soll die aktuell eingesetzte Technical Expert Group on Sustainable Finance ablösen und hat die Aufgabe, zu folgenden Themen zu beraten: zur Taxonomie inklusive der neben Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel vier weiteren Umweltbereiche, zur Ausweitung der Taxonomie auf andere Nachhaltigkeitsziele, etwa soziale, und nicht-nachhaltige Tätigkeiten und zu einer im weiteren Sinne nachhaltigen Finanzpolitik.

Für diese „Platform on Sustainable Finance“ hat die EU-Kommission am 18. Juni die Bewerbungsphase eröffnet, die am 16. Juli endet. Gesucht werden 50 Fachleute, die etwa inhaltlich versierte Einzelpersonen sein können oder Vertreterinnen und Vertreter von relevanten Anspruchsgruppen wie privatwirtschaftliche Akteure, zivilgesellschaftliche Organisationen, Hochschulen oder Forschungsreinrichtungen. 

Die Plattform soll aus 57 Expertinnen und Experten bestehen 

Neben den 50 noch auszuwählenden Fachleuten wird die EU-Kommission außerdem sieben Expertinnen und Experten aus ihren eigenen Reihen und angeschlossenen Institutionen benennen, nämlich von der European Environment Agency, der European Investment Bank, dem European Investment Fund, den drei Aufsichtsbehörden und der European Agency for Fundamental Rights

EU-Parlament stimmt Taxonomie-Verordnung zu – Vorschlag für soziale Taxonomie von Südwind 

Am 18. Juni hat außerdem das EU-Parlament der Taxonomie-Verordnung zugestimmt. In der Verordnung ist auch das Thema einer so genannten braunen, das heißt nicht-nachhaltigen Taxonomie angesprochen. Auch dass es eine soziale Taxonomie geben wird, gilt als wahrscheinlich. Das Südwind-Institut hat ebenfalls am 18. Juni einen Vorschlag für eine soziale Taxonomie präsentiert. 

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