Vorschau und Informationen zur COP26 in Glasgow

Die COP26 (26th UN Climate Change Conference of the Parties) findet vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 in Glasgow statt. Ziel des Gipfels ist die Entwicklung von Strategien zum Erreichen von Net-Zero bis 2050, zum Schutz von Leben und natürlichen Lebensräumen, zur Finanzmobilisierung sowie zu einem gemeinsamen Arbeitsplan.

Finanzen

Eine wichtige Stellung nimmt also auch das Thema Finanzen ein. Unmissverständlich heißt es auf der Website, dass sich zum Erreichen der Klimaziele jedes Unternehmen, jede Bank und jeder Investor verändern müsse. Die Finanzierung müsse sowohl von öffentlicher als auch von privater Seite aufgebraucht werden. Erstere betreffe die Entwicklung von Infrastruktur, die notwendig für die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft sei. Private Finanzierung beziehe sich vor allem Technologien und Innovationen. Insbesondere die finanzielle Unterstützung für Länder des globalen Südens müsse laut COP26 weiterhin verfolgt werden.

Der COP26-Ratsvorsitz hat bereits im Januar 2021 ein Konzept veröffentlicht, das die Prioritäten für die Finanzierung von Klimaschutz im öffentlichen Bereich für das kommende Jahr sowie ihre Prioritäten im privaten Sektor kommentiert. In Bezug auf den öffentlichen Sektor sieht sich der Ratsvorsitz verpflichtet, erfolgreiche Ergebnisse bei den Verhandlungen zu Finanzfragen auf der Konferenz zu erzielen:

  • "As the incoming COP Presidency, we are committed to securing successful outcomes on the finance issues mandated for negotiation at COP26. These mandates include exchanges on long-term finance, the review of the UNFCCC’s Financial Mechanism, and the initiation of deliberations on a new collective finance goal from 2025. We also recognise the relevance of finance to several other negotiation items due to be agreed in Glasgow. To address the concerns about the quantity, quality and impact of climate finance, we should learn the lessons from all our experiences of climate finance deployment to date. Building on the initial exchanges in the 2020 UN Climate Change Dialogues, Parties should make the most of meetings in 2021 (both virtual and in person) to explore further how these lessons can inform mandated discussions at COP26."

Als elf prioritäre Themen werden dabei benannt: 

  • "the quantity and predictability of climate finance;
  • the role of Multilateral Development Banks, Public Development Banks and Development Finance Institutions;
  • delivery through Multilateral Climate Funds;
  • mobilising private climate finance;
  • wider fiscal challenges;
  • the allocation of finance – in particular grants – to the poorest and most vulnerable;
  • access to climate finance;
  • finance for  ​adaptation and resilience;
  • finance for nature and naturebased solutions;
  • the coherence of approaches to climate impacts;
  • the gender-responsiveness of climate finance"

Programm

Schon in der ersten Woche ist dem Thema „Finanzen“ ein ganzer Tag gewidmet. Dass es direkt nach Eröffnung der Konferenz und Gipfel der Staats- und Regierungschefs auf dem Programm steht, zeugt von seiner Wichtigkeit. Am Mittwoch, 3. November, wird folglich ausführlich diskutiert, wie öffentliche und private Finanzströme in großem Umfang für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel mobilisiert werden können.

Dies bildet eine wichtige Grundlage für weitere Konferenztage – etwa jene, die sich mit Energie (4.11.), Anpassung und Schäden (8.11.) und der Entwicklung von Städten und Regionen (11.11.) beschäftigen – an denen die Möglichkeiten nachhaltiger Finanzierung berücksichtigt werden muss.  

Weitere Informationen:

Vom 11. bis 15. Oktober findet außerdem der erste Teil der UN-Biodiversitätskonferenz statt (online). Informationen hierzu haben wir hier bereitgestellt.

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