Was wir lesen – von Zahlengläubigkeit, Klimawandel, Sicherheit und dem neuen Bericht an den Club of Rome

Die Lektüre-Empfehlungen behandeln in dieser Ausgabe der Newsletter-Rubrik Was wir lesen den Fluch und Segen der EU-Regulierung, die enge Verwobenheit von Umweltschutz und Frieden und den zwar nicht neuen, aber in ihrer Klarheit und Eindringlichkeit aufrüttelnden Empfehlungen im kürzlich veröffentlichen Bericht an den Club of Rome.

Roman Limacher von Arete Ethik befasst sich in dem kurzen, auf LinkedIn veröffentlichten Beitrag EU regulatory requirements for the financial sector – a curse and a blessing at the same time mit den Herausforderungen, die aus der EU-Regulierung und der damit einhergehenden Standardisierung und dem Bemühen um Referenzwerte und möglichst genaue und messbare quantitative Ziele erwachsen. So sehr Zahlen als wohlverstandenes Mittel zur besseren Orientierung und Einordnung helfen könnten, schreibt er dort, so sehr herrschten ethische Orientierungslosigkeit und Beliebigkeit, wenn nur die Zahlen "zählen".

Ähnliche Fragestellungen thematisierte übrigens die Ausgabe Was wir lesen aus dem November 2020 und Januar 2022 thematisiert (siehe Denkanstöße für die Daten-Debatte und Von nachhaltigen Waffen, gar nicht moderner MPT und Datenfetisch).

Die Zusammenhänge von insbesondere den Auswirkungen des Klimawandels auf die globale Sicherheitslandschaft und Friedensaspekte beleuchtet ein Beitrag des Wissenschaftlers Florian Krampe, der in der Schriftenreihe Aus Politik und Zeitgeschichte erschienen ist. Er bezeichnet Klimasicherheitspolitik dann als Friedenspolitik, wenn die sozioökonomische Gerechtigkeit im Vordergrund stehe und menschliche Sicherheit gezielt gestärkt werde. Derartige Zusammenhänge werden auch im Rahmen der CRIC-Fachtagung Geld und Frieden beleuchtet werden.

50 Jahre, nachdem das Buch Die Grenzen des Wachstums veröffentlicht und damit zugleich die Fortschrittsgläubigkeit der Menschen erschüttert wurde, erscheint mit Earth for All: A Survival Guide for Humanity ein neuer Bericht an den Club of Rome, der eindrücklich darlegt, dass die Zukunft der Menschheit davon abhängt, ob es gelingt, in den nächsten fünf Jahren eine wirkliche Kehrtwende zu vollziehen. Es geht dem Buch zufolge um eine Armutskehrtwende, eine Ungleichheitskehrwende, eine Ermächtigungskehrtwende, eine Ernährungskehrtwende und um eine Energiekehrtwende. Das Buch schließt mit einem Call for Action.

Die Lektüre-Empfehlungen im Überblick

In der Rubrik Was wir lesen ist bereits erschienen:

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