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In einem vom Papst zwar nicht verfassten aber „approbierten“ Papier zu Wirtschafts- und Finanzfragen – Oeconomicae et pecuniariae questiones – plädieren die Autoren dafür, den Menschen und das Gemeinwohl in das Zentrum der globalen Wirtschaft und Finanzwelt zu stellen. Neben einer angemessenen Regulierung der Dynamiken des Marktes fordert es eine klare ethische Fundierung der Finanzmärkte.

Die Mitglieder des EU-Parlamentsausschusses für Währung und Wirtschaft haben am 24. April 2018 eine Resolution zu einem nachhaltigen Finanzwesen verabschiedet. Darin sprechen sich die Parlamentarier und Parlamentarierinnen für Regeln aus, die einen Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft in der EU gewährleisten sollen, für die Förderung nachhaltiger Anlagen sowie für Divestments von fossilen Brennstoffen und nicht nachhaltigen Energien.

Caritas Internationalis, die drei deutschen Finanzhäuser Pax Bank, Bank im Bistum Essen eG und Steyler Ethik Bank, mehrere Diözesen und eine internationale Koalition katholischer Institutionen haben am 23. April – ein Tag nach dem jährlich stattfindenden Earth Day – bekannt gegeben, sich von ihren CO2-intensiven Anlagen zu trennen. Bereits Ende Oktober 2017 hatte es eine Divestment-Welle katholischer Einrichtungen gegeben.  

Nach Polen und Frankreich hat nun auch Belgien als drittes europäisches Land ein Green-Bond-Programm aufgelegt. Das Volumen der grünen Staatsanleihe beträgt 4,5 Milliarden Euro. Die Nachfrage soll groß gewesen sein. Polen hat als erstes Land in Europa Ende 2015 einen Green Bond begeben, bei dem auch der Vorwurf des Greenwashing im Raum stand, gefolgt von Frankreich zu Beginn des Jahres 2017.

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