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„Die Bedeutung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft für die große Transformation“ lautet der Titel des Zwischenberichts des Sustainable Finance Beirats der Bundesregierung, der am 5. März 2020 veröffentlicht worden ist. Zugleich startete eine Konsultation, die noch bis zum 3. Mai 2020 geöffnet ist. Der Beirat ruft dazu aus, die Entwicklung des abschließenden Berichts, der im Herbst fertig gestellt werden soll, und die Strategie der Bundesregierung mit Ideen und Hinweisen zu unterstützen.

Die Schweiz engagiert sich auch international stärker für das Thema Sustainable Finance. Am 4. März 2020 hat das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen (SIF) bekanntgegeben, dass die Schweiz der International Platform on Sustainable Finance (IPSF) beitritt. Das multilaterale Forum war im Herbst 2019 von der Europäischen Union zusammen mit Argentinien, Kanada, Chile, China, Indien, Kenia und Marokko gegründet worden (CRIC berichtete).

Ein weiterer Bericht im Zusammenhang mit dem EU-Aktionsplan Sustainable Finance wurde im Februar dieses Jahres veröffentlicht: Der erste report on climate-related reporting, den das European Corporate Reporting Lab (European Lab) erstellt hat. Das Gremium wiederum wurde – den Empfehlungen des EU-Aktionsplans folgend – von der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) eingesetzt.

„Ich bin überzeugt, dass wir den Blickwinkel komplett verändern müssen“

Der Finanz- und Nachhaltigkeitsexperte Ulrich Röhrle äußert sich im Gespräch mit CRIC dazu, wie das Nachhaltigkeitsmerkblatt der BaFin einzuschätzen und in den größeren Kontext einzuordnen ist. Wer nur mit Argusaugen auf das Merkblatt schaue, verstelle sich den Blick auf die Notwendigkeiten und Chancen der vielleicht größten Transformation der letzten Jahrzehnte, mahnt er an.

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