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In einer vor kurzem veröffentlichten Studie untersucht ShareAction - eine Non-Profit-Organisation mit Sitz in UK - die Leistungen von 75 der weltweit größten Asset Manager in Bezug auf verantwortliche und nachhaltige Geldanlagen (Responsible Investment). Im Gegensatz zu vergleichbaren Untersuchungen der letzten Jahre, die vor allem auf das Thema Klimawandel abzielten, wurden in dieser Studie mehrere Bereiche analysiert: responsible investment governance, human and labour rights, climate change und biodiversity. Einige zentrale Ergebnisse sind:

„Der integrierte Bericht wäre der Königsweg der finanziellen und nicht-finanziellen Berichterstattung in Europa“ 

Dr. Patrick Velte, der an der Leuphana Universität Lüneburg eine Professur für Accounting, Auditing & Corporate Governance innehat, zeigt im Gespräch mit CRIC auf, wie die aktuell diskutierte Überarbeitung der so genannten EU-CSR-Richtlinie aus seiner Sicht genutzt werden kann, um die Qualität der nicht-finanziellen Berichterstattung (Corporate Governance-, Nachhaltigkeits- und Vergütungsberichte) perspektivisch deutlich zu verbessern. 

30 Prozent an Land und Meeresgebieten unter Naturschutz stellen, den Anteil biologischer Landwirtschaft auf mindestens 25 Prozent erhöhen, den Rückgang von Bestäubern beenden bzw. umkehren, den Gebrauch von Pestiziden um 50 Prozent senken, europäische Flüsse über eine Strecke von mindestens 25.000 Kilometern renaturieren und drei Milliarden Bäume pflanzen: Dies alles möchte die EU-Kommission mit ihrer Biodiversitäts-Strategie, die sie am 20. Mai, dem internationalen Tag der Biodiversität, vorgestellt hat, bis 2030 erreichen. 

Im Auftrag der Europäischen Kommission arbeitet aktuell ein Konsortium an einer Studie zu Daten, Ratings und Research im Bereich des nachhaltigen Investments. Dies ist ein Beitrag zur Weiterentwicklung und Informationsgrundlage für Aktivitäten der EU im Bereich Sustainable Finance. Die Teilnahme an der Studie ist noch bis zum 17. Mai möglich (wurde nochmals verlängert). Zum Fragebogen geht es hier.

Neben den Konsultationen zur CSR-Richtlinie und zur neuen Sustainable Finance-Strategie haben nun auch die europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA ein entsprechendes Dokument veröffentlicht. Es geht um ESG-Offenlegungsstandards für Finanzmarkt-Teilnehmer, Berater und Produkte. Die Konsultation ist bis zum 1. September 2020 geöffnet.

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